Trends aus dem 3D-Druck

Automatisierte Additive Fertigung, Endless Printing und Roboter

3 Fragen zum 3D-Druck an René Gurka (CEO BigRep)

René Gurkas 3D-Druck-Unternehmen BigRep fertigt mit seinen 3D-Druckgeräten Ersatzteile für die Deutsche Bahn (DB) und wurde im Zuge dessen von seinem Kooperationspartner interviewt:


In welchem Entwicklungsstadium befindet sich der 3D-Druck aktuell?

René Gurka: Für BigRep liegt die Antwort klar auf der Hand: Der Fokus wird sich vom individuellen Anwender auf die industrielle Produktion verlagern. Und damit meine ich nicht die Herstellung von Prototypen. Der Trend geht vielmehr in Richtung einer automatisierten Additiven Fertigung. 3D-Druck wird zum integralen Bestandteil der industriellen Produktion; der traditionelle Fertigungsprozess wird sich dadurch nachhaltig verändern.


Welche Vorteile bietet der 3D-Druck für die Industrie?

René Gurka: Additive Manufacturing – also der schichtweise Druck verschiedener Materialien – ist immer dann sinnvoll, wenn es um die Herstellung individualisierter Objekte in kleiner Stückzahl geht. Auch bei Objekten, die man mit alternativen Fertigungsmethoden bisher nicht oder nur mit einem hohen zeitlichen und finanziellen Aufwand herstellen konnte, bietet der 3D-Druck neue Möglichkeiten. Beispielsweise im Orthopädie- oder Dentalbereich, aber auch bei der Reproduktion von menschlichen Organen findet 3D-Druck daher zunehmend Anwendung. Hersteller anderer Branchen haben das Potenzial ebenfalls erkannt und produzieren Ersatzteile nach Bedarf, um somit Einsparungen in Logistik und Lagerung zu erzielen.


Wie wird sich der 3D-Druck in naher Zukunft entwickeln?

René Gurka: Eine der größten Herausforderungen des 3D-Druck ist die Zeit. Bei der Schmelzschichtung benötigen wir bis zu drei Tage für die Fertigstellung eines Produkts. Die Industrie verlangt aber nach deutlich kürzeren Zeiten und zugleich nach Flexibilität. Einen Lösungsansatz bieten hier vollautomatisierte „Endless Printing“-Anlagen. Das System funktioniert wie ein Fließband: Verschiedene Druckköpfe sind statisch in einem Kreis hintereinandergeschaltet, nur die Trägerplatten darunter bewegen sich. Softwaregesteuert erhält jeder einzelne Druckkopf individuelle Daten und druckt das jeweils beauftragte Objekt simultan in 3D nach. Ein Roboter lädt die Teile anschließend vom Band und sortiert sie. Das alles passiert im kontinuierlichen Rhythmus, ohne zeitlichen Leerlauf.


Quelle: BigRep


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