Modelle & Vorlagen für den 3D-Drucker

Für Tüfftler und Nachtaktive

3D-gedrucktes Nachtsichtgerät zum Nachmachen

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Der Maker „MattGyver92 wollte nach einigen nächtlichen Airsoft-Spielen mit seinen Kumpels etwas Besseres als Taschenlampen und kam auf die Idee, ein digitales Nachtsichtgerät zu entwerfen und zu fertigen.

Das überzeugende, mit ein wenig Tüfftelei verbundene, Ergebnis namens „The OpenScope“ findet man auf Instructables, inklusive 3D-Druckvorlagen.

 

So funktioniert das Gerät

f0bwt9diph0g0uu-largeDie in das Gerät integrierte Kamera erfüllt eine Aufgabe, die das menschliche Auge bei Nacht nicht leisten kann: Sie filtert Infrarotlicht. Dabei erzeugt sie ein Video und projeziert es auf das Display. Die Kamera fungiert also wie eine Art unsichtbare Taschenlampe.

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Was man dafür braucht

Zuallererst braucht man einen 3D-Drucker! „The OpenScope“ entstand beispielsweise in einem FlashForge Creator. Da man das Gehäuse aus PLA oder ABS nicht im Ganzen druckt, muss der Drucker nicht über einen enormen Bauraum verfügen. Für die flexible Augenmuschel wählte MattGyver92 Ninjaflex-Filament. Darüber hinaus benötigt man ein Slicing Programm, ein Okular, eine Stativschelle, die in die Augenmuschel passt, eine NTSC/PAL Kamera, eine IR-LED, 9V Batterien und ein paar weitere Werkzeuge und Hilfsmittel, wie beispielsweise einen Schraubenzieher oder einen Spannungsregler. Wenn man alle benötigten Teile besorgt hat, muss man nur noch genügend Zeit einplanen, denn die Druckdauer liegt bei circa 24 Stunden.

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Das Design

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Für das 3D-Design des Nachtsichtgeräts wurde das Modellierungs-Programm SketchUp gewählt. Der Maker begann zunächst mit den elektronischen Komponenten, wie Schalter, Batterien und Kamera, dann modellierte er um sie herum.

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Hier ein paar Features:

-verstellbare Kameraausrichtung, für eine gleichmäßige Sicht (auch für das nicht abgedeckte Auge)

-Fach für 9V-Batterien, die circa 2 Stunden durchhalten

-angenehmer Tragekomfort dank flexibler Augenmuschel

-Video I/O für Aufnahmen, Senden oder Empfangen von Daten

-Möglichkeit verschiedener Bildfarben durch Acrylfilter, z.B. Grün (siehe Bild)

 

 

 

Die einzelnen Teile

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Die einzelnen, hier auf dem Bild goldenen Teile, wurden mit PLA gedruckt. Dabei betrug die Extruder-Temperatur 220 °C, die Bauplattform 55 °C und die Schichthöhe 3mm.

Lediglich die schwarze Augenmuschel wurde mit flexiblen Filament gedruckt. Dieses ist zwar teuerer und schwieriger zu drucken, die Mühnen lohnen sich aber, denn das NinjaFlex-Filament ermöglicht einen besseren Komfort beim Nutzen des Nachtsichtgeräts. Es wurde mit einer Extruder-Temperatur von 240 °C und einer Bauplattform von 110 °C gedruckt, die Schichthöhe betrug 3mm.

 

Weitere Steps

Sind die Einzelteile gedruckt, geht´s ans Verkabeln. Auch das LCD-Display muss präpariert und die CMOS- Kamera modifiziert werden. Hinter muss alles montiert und verbunden werden. Zu guter Letzt wird noch die fehlende Linse eingebaut. Und für leidenschaftliche Maker gibt es noch ein paar weitere Schritte, um das Gerät upzugraden.

Hier geht es zur detaillierten Anleitung des „The OpenScope“ von MattGyver92

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Nun, dann heißt es jetzt viel Kaffee trinken und die Nächte durchmachen, um das tolle Nachtsichtgerät optimal nutzen zu können! Viel Spaß beim Tüffteln und Drucken!

 


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