3 Gewinner

Der Reshape Award zum ersten Mal auf der In(3D)ustry

Letzte Woche fand bereits zum zweiten Mal die 3D-Druck-Messe In(3D)ustry in Barcelona (Spanien) statt. Dieses Jahr wurde dort auch die dritte Edition des Reshape Awards, einem Wettbewerb für die besten Wearable Designs, ausgetragen. Die drei Gewinner sollen hier vorgestellt werden:

 

 

#1 Graduated Spine Support System – GS3

Das Graduated Spine Support System ist eine Hilfestellung für den Rücken, das die Rückenhaltung mithilfe von Künstlicher Intelligenz korrigiert.

Die Idee für die Rückenstütze kam durch eine junge Frau, die an Bindegewebs-Displasie erkrankt war und eine besser Rückenstütze für ihren Lebensalltag brauchte. Ihre bisherige Schiene hielt sie in einer durchgehend steifen Position und sah noch dazu nicht sonderlich gut aus. Ein Stigma, das die einfachsten Momente des Lebens erschweren kann. Das neuartige Schienensystem von Snezhana Paderina, Nikita Replyanski, Maria Replyanski und Christopher Diaz soll die überholten Rückenstützen ablösen, Beweglichkeit verschaffen, leichter sein und dabei auch noch viel besser als die Vorgängermodelle aussehen. Die Träger können Reha-Patienten, chronisch Erkrankte oder auch Personen sein, die ihren Rücken bspw. vor hoher Belastung schützen müssen.

Der Hauptmechanismus des GS3´s ist ein Kabelsystem, das in 3D-gedruckte, bewegliche Polymer-Blöcke eingeschlossen wird. Mit der Zeit erlernt das Wearable die typischen Verhaltensweisen des Trägers, passt sich an diese einzigartigen Bewegungen an und gibt die nötige Stütze, die vom Arzt festgelegt wurde.

 

#2 Be [in the] water

Be (in the) water ist ein individualisierbarer Voronoi-Nasenclip für das Schwimmbecken, der sich wie eine zweite Haut anfühlen soll. 3D-Druck war dafür die Inspiration und auch die Basis dieses Projekts, um etwas designen zu können, ohne dabei auf Herstellungsgrenzen stoßen zu müssen.

Was früher eher unauffällig sein sollte, wird heute in den Vordergrund gerückt: Für Synchronschwimmer ist ein perfekt sitzender Nasenclip essentiell und darf laut den Designerinnen Núria Diago Camps und Maria Carrion Ametller heutzutage ruhig in Form eines individuell angepassten Schmuckstücks gezeigt werden.

Für das 3D-Modell des Clips erstellten Núria und Maria ein 3D-Scan der Nase, zur Unterstützung wählten sie die Softwareprogramme Rhino und Grasshopper. Gedruckt wurde das flexible, recyclebare Wearable in Nylon per Selektives Lasersintern. Die Produktionskosten sollen bei gerade einmal ca. 10 Euro pro Stück liegen.

 

SKAAI – Skin as an interface

Das Internet, mobile Dienstleistungen -und Geräte werden schon fast als selbstverständlich in unserer täglichen Kommunikation genutzt, Gesten -und Sprachsteuerung werden immer beliebter. Das Projekt SKAAI soll in diesen Zeiten eine stärkere Verbindung zwischen Geräten und dem menschlichen Körper herstellen und die Kommunikation zwischen Mensch-Maschine natürlicher gestalten. Dazu wird eine voll ausgestattete QWERTY-Tastatur auf die Haut gedruckt, um ohne weiteres Verbindungsgerät auszukommen. Über eine Smartwatch kann man den Input direkt überprüfen. So soll das Ganze aussehen:

Auf die Innenseite der Finger werden 36 Tasten gedruckt, die über den Daumen gesteuert werden können. Feine, leitende Spuren verlaufen von den Tasten zur Smartwatch. Eine auf die Haut 3D-gedruckte, dünne Latexschicht, welche die Bewegungsfreiheit nicht einschränkt, schützt vor dem Kontakt zwischen dem Leiter und der Haut. Ein Bewegungssensor ermöglicht Zooms, Scrolls oder Wischen mit der Hand.

Die Vision des Designers von SKAAI, Andrè Nakonz, ist ein Drucker, der solch ein System binnen Minuten auf die Handfläche drucken kann. Der Prototyp besteht derzeit aus neun funktionstüchtigen Tasten, die mit der Latexschicht und den Leitern noch händisch angelegt werden müssen. Ein adäquater 3D-Drucker würde die Nutzung des Interfaces verantreiben und um einiges verbessern.

 

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