Vom Abfall zur wertvollen Ressource

US Army recycelt Plastikmüll für 3D-Druck

3d printing us army recyclingUS-amerikanische Soldaten werden wohl künftig fleißig Plastikmüll sammeln, denn gebrauchte Wasserflaschen, Tetrapacks, Jogurthbecher und Co sollen nun upgecycelt als Filament in Kriegsgebieten zum Einsatz kommen. Die Idee entstand durch die Zusammenarbeit mit dem U.S. Army Research Laboratory und dem U.S. Marine Corps.

 

FFF-Filament

3d printing us army recycling testDr. Nicole Zander und Capt. Anthony Molnar von der U.S. Marine haben aus Plastikmüll aus Polyethylenterephthalat, kurz PET, brauchbares Filament für den 3D-Druck hergestellt. PET wird laut Zander in verschiedensten Bereichen angewendet, doch 3D-gedruckt wurde es bisher kaum, denn das Material verfügt über eine hohe Schmelztemperatur sowie Kristallinität und absorbiert Wasser. Trotzdem konnte es das PET-Filament in Tests mit herkömmlichen Filament aufnehmen. Außerdem sollen weitere ausrangierte Kunststoffe getestet und zu Druckmaterial verarbeitet werden. Gar nicht so einfach, schließlich können recycelte Polymere in ihren Zusätzen, Füllmasse und Farbstoffen variieren.

 

Vorteile und mögliche Einsatzbereiche

Der 3D-Druck kann im Militärbereich ganz unterschiedlich zum Einsatz kommen: Möglich sind beispielsweise Modelle, Ersatzteile oder medizinische Implantate- die Bandbreite ist groß. Dabei bietet die additive Fertigung Vorteile gegenüber traditioneller Herstellungsmethoden. Zu nennen wären beispielsweise die Designfreiheit, Zeit- und Kostenersparnis. Noch dazu ist die Technologie nachhaltig und kann unerwünschten Abfall in eine wertvolle Ressource verwandeln.

 

MRF

„MRF“ steht für „Mobile Recycling Facility“ und soll in naher Zukunft vor Ort in Einsatzgebieten stehen. In dieser mobilen Recycling Station soll es dann den Soldaten ermöglicht werden, aus ihrem Plastikmüll neue, nützliche Dinge zu drucken.

 

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